Donnerstag, 29. Dezember 2011

Wenn der Frost kommt... Winterschutz für meine Balkonrosen

Balkonrosen lassen sich überwintern, wenn die Rosen im Topf einen guten Winterschutz bekommen
Topfrosen müssen besonders gegen Frost und Wintersonne geschützt werden
Er ist zurück in unseren Gefilden. Erst pirscht er sich an und pinselt scheinheilig Zuckerguss über die Rosen. Doch dann kommt die Nacht, wo er zubeißt. Der Frost.

Winterschutz - jetzt wirds Zeit!
Rosen sind glücklicherweise widerstandsfähige Geschöpfe. Ein paar frostige Nächte im Herbst sorgen höchstens für hübsche Effekte. Deshalb lasse ich meine Rosen bis Weihnachten unbesorgt auf dem Balkon stehen, aber jetzt wirds Zeit!

Meine Portland-Rose Jacques Cartier, die in einem Metallkübel meinen Balkon bewohnt, wurde erstmal guillotiniert. "Ab mit dem Kopf!", wie es die Rote Königin aus Alice im Wunderland so treffend ausdrückt. Bei diesem Schnitt geht es, anders als beim Frühjahrsschnitt, nicht darum, die Rose in Form zu bringen oder zum Wachstum anzuregen. Man schneidet die Triebe ein bisschen ab, damit sie ungefähr auf gleiche Höhe kommen, um die Saftwaage zu erreichen und sich das Einräumen zu erleichtern. Die Blätter, die der Sternrußtau verschont hatte, habe ich dabei auch noch abgesäbelt.


Wichtig ist es, die Rose nicht zu früh einzuräumen. Wenn sie ein paar Nächte Frost abbekommen hat, ist sogar gut, damit die Rose checkt, dass jetzt der Winter da ist und sie bitte die Ruhephase einleiten soll. So präpariert wandert Topfrose Jacques in seinem ersten Winter in sein kühles und dunkles Winterquartier in der Tiefgarage. Dort werde ich ihn einmal im Monat sparsam gießen. Faule Gärtner wie ich, die kein Wasser in die Garage schleppen wollen, nehmen einfach eine Handvoll Schnee vom Auto...

Isolierung von innen
Meine beiden Beetrosen Larissa und Rosenfee teilen sich einen Kübel, der zum Einräumen viel zu schwer ist. Deshalb bleiben beide draußen. Schon beim Bepflanzen des Kübels hatte ich ihn von innen mit Luftpolsterfolie ausgekleidet, um das Gefäß besser zu isolieren. Zu Allerheiligen habe ich beide Rosenstöcke an der Basis 20 Zentimeter hoch mit Erde angehäufelt, um die Veredlungsstelle zu schützen.

Nach Weihnachten sollten dann auch die Triebe einen Frostschutz bekommen, der allerdings mehr ein Sonnen- und Windschutz ist. Bei Kälte und Sonne erfrieren die Triebe nicht, sie vertrocknen in der Regel, weil die Pflanze aus der gefrorenen Erde kein Wasser nachpumpen kann.

Weihnachtsbaum als Rosenschutz
Larissa habe ich also ein bisschen gestutzt und ihr einen Jutesack übergezogen. Rosenfee hat die Prozedur noch vor sich. Es bietet sich wunderbar an, nach den Feiertagen den Weihnachtsbaum für den Winterschutz herzunehmen. Einfach ein paar Äste abschneiden und die Rosensträucher damit abdecken. Man kann auch schon vorher Tannenzweige kaufen und locker in den Rosentopf stecken - dann bekommt man einen hübschen kleinen Weihnachtsbaum für den Balkon, wie ich es letztes Jahr hatte.



1 Kommentar:

  1. Hi Luise,

    wie fein, die Röschen werden "gerettet" :)

    Vielen Dank für diesen informativen und interessanten Post,

    lg Sandra

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