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Balkonpflanzen: Tops & Flops 2010

Montag, 28. Februar 2011
Wie hat die 2010er Pflanzenauswahl im Kasten performt, Hitze, Dürre und Wolkenbruch ertragen?

Balkonblumen 2010


 Top
  • Auf Platz 1 ist eindeutig das Zauberglöckchen (Calibrachoa). Vorteil: Bei Regen lässt es einfach die Blüten hängen, so dass sie von den Tropfen nicht geplättet werden. Trockenheit und Wind haben ihm nichts ausgemacht. Mit Rückschnitt und gelegentlich Dünger hat es geblüht bis zum Frost.
  • Die Topfrosen: Trotz denkbar ungünstiger Bedingungen haben sie fast ununterbrochen geblüht, bis zur letzten Knospe im November. Die Blüten waren allerdings bei Regen schnell zerdeppert. Den Winter scheinen sie unbeschadet überstanden zu haben.
  • Cotoneaster: Nicht schön und auch nicht selten, dafür unkaputtbar. 
  • Rosmarin: Ordentlich gewachsen, köstlich am Brathuhn.

Solala
  • Schopflavendel: Die hübschen Blüten stehen hoch im Kurs bei den Hummeln, dafür ist der Spaß schnell wieder vorbei. Im August waren keine Blüten mehr da. Geduftet hat er auch nicht besonders.
  • Enzianbaum und Kartoffelstrauch (solanum jasminoides und rantonetti): Anfangs beide über und über blühend, aber mit unglaublichen Nährstoffbedarf. Während der Enzianbaum nach einmal Staunässe die Blätter warf, blühte der Kartoffelstrauch mit der weniger schönen Wuchsform weiter. Großer Nachteil sind die schlechten Überwinterungsmöglichkeiten (hell und kalt, ich bau mir sicher kein Gewächshaus auf den Balkon!). Beide im November erfroren. 

Flop
  • Die Petunien kommen mit dem Regen nicht klar. Meine samtig dunkelblaue Sorte duftete wunderbar nach Vanille, ist aber schnell Matsch. Sie verträgt Trockenheit nicht gut, danach kamen viele Blattläuse und im August war sie fertig. Überdachten Platz dafür hab ich nicht - kein Kandidat für 2011.
  • Astern (aster novae belgii): Im August gekauft, zweimal nassgeregnet und das wars. Ich hab sie im selben Herbst wieder rausgerissen. Offenbar nicht gründlich genug, denn jetzt treibt sie wieder aus.
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Was Pflegeleichtes für den Balkon...

Sonntag, 27. Februar 2011
Klein, niedlich und blühend im April




... das war im letzten Jahr die Ausgangslage. Auf ins Gartencenter, zwei Kästen gekauft und irgendwas Unverwüstliches für rein. Die findigen Menschen dort haben neben den noch nicht sehr beeindruckenden Sommerblumen Topfrosen aufgebaut. "Rosen, schön", denkt sich der Gartennoob, "und mit Lavendel dazu, das sieht doch immer gut aus."

So haben zwei als Topfrosen etikettierte Gewächse den Weg auf meinen Balkon gefunden. Dass ich sie - absolut nicht standesgemäß - in viel zu flache Kästen gestopft habe, habe ich erst weit später erfahren. Und so hübsch klein sind sie auch nicht geblieben. Nach einigen Wochen sind sie in die Höhe geschossen und haben hässliche staksige Stängel bekommen. Vermutlich auch durch den Flüssigdünger für die gierigen Petunien, die sich damit immer wieder berappelt haben, um dann vom nächsten Regen wieder zerstört zu werden. Die orangefarbenen Zauberglöckchen (Calibrachoa) haben sich da viel besser geschlagen, aber wir waren ja noch bei den Rosen. Ende August (nach einem heftigen Läusebefall) sahen sie dann so aus:
Aufgeschossen Ende August
 Mittlerweile hatte ich erfahren, dass Rosen tiefe Pfahlwurzeln bekommen und damit in 25cm tiefen Balkonkästen nicht gerade gut zurechtkommen. Ebenso hatte ich nun mitbekommen, dass sie ab dem Sommer besser keinen Dünger mehr bekommen sollen. Entsprechend habe ich mich etwas später - nachdem es die Flopastern auch kaputtgeregnet hatte - mit mehr oder minder roher Gewalt daran gemacht, die Rosen aus dem Balkonkasten zu entfernen. Die Pfahlwurzeln waren bei meinen Rosen dann eher Ringelwurzeln. Als neues Behältnis hatte ich ein schmales Gefäß mit den mindestens 40cm Tiefe besorgt, die die Rosen ja haben wollen.

Der Sternrußtau hatte die Topfrosen im Herbst ziemlich erwischt. Der Umzug in den neuen Topf unter den Dachüberstand hat ihnen sichtlich gut getan. Im November habe ich die letzte Knospe abgeschnitten. Sie ist drinnen in der Vase noch aufgeblüht.

Im November und Dezember ist es 2010 schon knackig kalt geworden.  Die Rosen habe ich mit Edeltannenzweigen zum Weihnachtsbaum umgestylt. Den Topf wurde mit Noppenfolie umwickelt, darüber kam dann noch Sackleinen mit einer Schleife(nicht im Bild). Lichterkette dran, fertig!
Als Weihnachtsbaum verkleidet im Dezember
 Und etwas später mit Weihnachtsdeko am Start



Jetzt ist Ende Februar und die Rosen machen einen sehr fidelen Eindruck - trotz Frost von -15° und mehr. Ich werde den Winterschutz noch was dranlassen, weil tagsüber die Sonne scheint, während es nachts noch weiter frieren soll. Ich bin gespannt, wie sie sich dieses Jahr machen, vor allem im Vergleich zu den drei Kordes-Rosen, die im März geliefert werden....
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