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Der royale Balkon

Freitag, 29. April 2011
Was haben William und Kate, Romeo und Julia und der Papst gemeinsam, fragt ZDF Aspekte grade. Sie zeigen sich am liebsten auf dem Balkon!
Der hat die richtige Mischung aus Privatheit und Öffentlichkeit. Nur zum Blumen gießen erscheinen sie da nicht, die Royals... :)
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ADR-Rosen bei Lidl (ab 28.4.2011)

Montag, 25. April 2011
Im aktuellen Lidl-Prospekt bietet der Discounter ADR-Rosen im Pflanztopf an. Verfügbar sind die Farben Weiß, Orange, Rosa, Rot und Gelb für je 7,99 Euro. ADR-Rosen sind bei passender Größe gut als Balkonrosen geeignet, weil sie sehr widerstandsfähig sind.

Vom Foto her würde ich bei Orange auf Westerland und bei Rosa auf Bonica 82 tippen. Wer die Rosen schon gesichtet hat, schreibt gerne einen Kommentar :)

ADR-Rosen auf der Lidl-Website
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Frohe Ostern aus Prag

Sonntag, 24. April 2011

Mit einem Bild aus den Fürstenberg Gärten. Im Hintergrund der älteste Weinberg der Stadt.


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Rosen in Gesellschaft - meine etwas anderen Begleitpflanzen

Dienstag, 19. April 2011
Immer nur Lavendel, Rittersporn und Katzenminze? Die Klassiker unter den Rosenbegleitern sind alle schön, erprobt.... und blau. Wer allerdings andere Farbkombinationen bevorzugt, muss erstmal nach Alternativen suchen. Das habe ich gemacht und bin schließlich auch fündig geworden: zwischen hellrosa und weinrot.

Rosenbegleiter - Rosen mit Stauden
Meine Rosenbegleiter von hellrosa bis purpur frisch gepflanzt

In meinem 100-Liter-Kübel warten Larissa und Rosenfee auf Begleiter, eine hell-, die andere porzellanrosa. Dazu möchte ich alles mögliche, aber kein Blau. Zu rosa Rosen wirkt mir das einfach zu kühl und distanziert vom Gesamteindruck, ich möchte mein Rosenbeet freundlicher haben. Außerdem soll es nicht formal wirken, sondern ein bisschen lockerer.

Für das Lockere im Hintergrund habe ich mir eine Prachtkerze (Gaura lindheimeri "Blaze") ausgesucht. Diese Gaura hat filigrane Blütenrispen, rötlich getöntes feines Laub und rosa Blüten, die wie Schmetterlinge aussehen. Sie wird bis zu 50 Zentimeter hoch und soll straff aufrecht wachsen. Dazu werden noch ein oder zwei Exemplare des rotblättrigen Lampenputzergrases (Pennisetum setaceum rubrum) mit ihren puscheligen Ähren kommen.

Zwischen den beiden Rosen sitzen zum einen Zwiebeln einer rosa Hyazinthe, die ich aus dem Topf ausgepflanzt habe. Die ist wieder weg, bevor die Rosen anfangen, daher kein Problem, wenn die Rosen später drüberwachsen. Außerdem habe ich dort zweimal die Mazedonische Witwenblume (Knautia macedonica "Mars Midget") gesetzt. Sie gehört zu den Skabiosen und sieht unserem heimischen Wiesenknopf ähnlich. Wahrscheinlich gefällt sie mir deshalb schon gut, die Farbe ist allerdings der Knaller: ein tiefes Weinrot. Das muss toll aussehen, wenn die Blüten zwischen den Rosen durchgucken.

Im linken Vordergrund sind drei hellrosa Storchschnäbel (Geranium - Traverlamp Hybride "Joy") angesiedelt. Als nächstes kommt eine kleine rosa bis pinkfarbene Kissenaster (Aster dumosus), die die Rose schon im Namen trägt: Rosenwichtel. Der restliche Platz im rechten Vordergrund wird mit Duftsteinrich (Lobularia maritima "Schneeprinzessin") aufgefüllt. Er soll über den Kübelrand wachsen und durch seine weiße Farbe die Hitze etwas abhalten. Dass er nach Honig duften soll, schadet natürlich auch nicht.

Übrigens sind diese Pflanzen bis auf den Duftsteinrich alle winterharte Stauden. Es bestehen daher sogar Chancen, sie nächstes Jahr wiederzusehen.
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Die neuen Rosen wachsen / Mysteriöse Ausfälle bei den Topfrosen

Sonntag, 17. April 2011
Vor drei Wochen hatte ich meine wurzelnackten Rosen auf den Balkon gepflanzt. Es scheint ihnen gut zu gehen in ihrem Kübel, denn sie treiben schon wie verrückt aus.

Larissa treibt rötlich aus und wirkt sehr vital. Gegen die pralle Mittagssonne habe ich immer noch Fichtenreisig drin, außerdem sind die Rosen weiterhin angehäufelt.

Rosenfee hat bereits einen 10 Zentimeter langen neuen Trieb!


Jacques Cartier bekommt durch ein Vlies noch etwas Sonnenschutz. Er treibt auch aus der Veredlung nach, ebenso wie aus den alten Trieben.

Bei den Topfrosen sieht es nicht so gut aus. Noch zum Schnitt im März schienen sie topfit zu sein. Eine hatte plötzlich verdorrte Triebe und braunes Mark. Ich hab sie runtergeschnitten bis auf die Wurzel, bis dato kam aber nichts Neues nach. Der zweiten (rechts im Bild) scheint es jetzt genauso zu gehen. Der Austrieb verwelkt, die Stängel haben braune und schwarze Flecken... vermutlich kurz vorm Umkippen. Die dritte treibt aus, hat aber auch so einen vertrockneten schwarzen Trieb.

Ich hab leider keine Ahnung, woran es liegt... Vielleicht war die Erde zu nass und die Wurzeln sind gefault oder durch die erste Sonne sind die Stängel aufgeplatzt und vertrocknet... Keine Ahnung. Schreibt mir doch bitte einen Kommentar, wenn ihr noch eine Vermutung habt. :)


Alles neu macht der Mai: So schön ist Jacques Cartier ist drei Monaten gewachsen.... hier weiterlesen
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8 Tipps für schöne Balkonrosen

Sonntag, 10. April 2011

Was sind die wichtigsten Tipps, damit Balkonrosen lange leben und schön blühen? Es gibt zum Thema nicht allzu viel im Netz. Doch bevor ich mein Projekt Balkonrosen gestartet habe, habe ich gründlich recherchiert. Die Tipps und Vorüberlegungen, die ich hilfreich und wichtig finde, habe ich hier zusammengestellt.



1. Robuste Sorten wählen
 Ein Balkon ist kein Garten. Die Bedingungen, die hier herrschen, setzen die Pflanzen unter Stress. Das verkraften nur robuste Sorten von namhaften Züchtern, die ihre Qualitäten bereits unter Beweis gestellt haben. Die härteste Prüfung für Rosen ist die Allgemeine Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR). Trägt eine Rose das ADR-Siegel, könnt ihr davon ausgehen, eine widerstandsfähige, winterharte und blühfreudige Pflanze zu kaufen. Experimente mit Noname-Schnäppchen aus dem Supermarkt würde ich nicht empfehlen. Auch mein Versuch mit Topfrosen (die kleinen, die man blühend als Geschenk kaufen kann), war nicht von Erfolg gekrönt. Der Platz ist einfach zu kostbar, um sich mit kränkelnden Pflegefällen zu umgeben.

2. Platzverhältnisse beachten
Viele, aber längst nicht alle Rosensorten sind für ein Leben im Kübel geeignet. Alles, was extrem groß oder stark wachsend ist, sollte man kritisch beäugen. Von vorherein scheiden zum Beispiel Rambler-Rosen aus. Dies sind einmal blühende Kletterrosen mit langen Trieben, die bis zu fünf Meter erreichen können. Normale Kletterosen sind ein Grenzfall. Für die Masse, die diese Rosen erreichen können, muss es auf jeden Fall ein sehr großer Kübel mit einer ordentlichen Rankhilfe sein sein. Schwer sollte er auch sein, damit der Wind, der an einer Kletterrose wie an einem Segel angreifen kann, ihn nicht umwirft. Auch ausladende Strauchrosen fühlen sich im Garten wohler.

Trotzdem ist die Auswahl immer noch riesig: Unter den kompakteren Strauchrosen, Beetrosen, Edelrosen und Bodendeckern lässt sich für jeden Geschmack was finden. Faustregel: Je kleiner das Laub und je einfacher die Blüte, desto weniger Wasser verdunstet die Pflanze und desto weniger kann ihr die Strahlung anhaben. Achtet auch darauf, ob eure Rose eher aufrecht wächst oder zum Auseinanderfallen neigt und wie hoch sie wird, damit ihr noch problemlos am Kübel vorbeikommt.

3. Den richtigen Kübel kaufen
Rosen sind Tiefwurzler, die ihren langen Pfahlwurzeln senkrecht nach unten wachsen lassen. Entsprechend ist ein guter Rosentopf höher als breit. Mindestens 40 Zentimeter Höhe sollten es sein. Der Topf braucht ein Loch im Boden, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Zuerst füllt man Blähton, Splitt oder Kies als Drainage ein, darauf kommt ein Vlies und erst dann eine gut durchlässige Rosen- oder Kübelpflanzenerde. Es ist auch gut, noch etwas Blähton oder Sand beizumischen.

Der rechte Kübel auf dem Foto ist ein guter Rosenkübel. Der Topf ist 40 Zentimeter hoch und verjüngt sich nach unten. Damit bekommt man die Rosen beim Umtopfen besser raus. Der linke Topf ist nicht tief genug. Die klassischen Balkonkästen am Geländer sind eher nichts für eine Rose. Am ehesten kommen dort noch einfache Zwergrosen klar.

4. Für kühle Füße sorgen
Wer seinen Kübel innen mit Noppenfolie auskleidet, hat den Winterschutz gleich integriert. Die Isolierung hilft außerdem gegen zu starkes Aufheizen der Erde und Wurzeln im Sommer. Ebenso lässt sich der Hitze durch helle Farbe und Beschattung entgegenwirken. Eine meiner Rosen sitzt leider im Zinktopf - der wird  heiß, wenn die Sonne draufknallt. Ich will ihn demnächst mit einer Rankpflanze beschatten.

5. Luftige Standorte wählen
Geschützte sonnige Ecken werden der Rose schnell zu viel. Sie mag den Hitzestau nicht und hat gerne etwas Wind. Das erreicht man, indem man die Rose näher zum Balkongeländer rückt. Durchlässige Geländer aus Stäben sind dabei besser als gemauerte.Windstille Ecken mit hoher Strahlung (weiße Wände reflektieren!) sind Gift für die Rose. Spinnmilben und andere Mistviecher fühlen sich von einer so gestressten Rose herzlich eingeladen.

6. Sonneneinstrahlung nicht unterschätzen
Rosen brauchen die Sonne. Vier Stunden am Tag sollten es schon sein. Doch auf dem Balkon reflektieren Hauswände die Sonnenstrahlen, der Boden heizt sich auf und auch auf den Kübel knallt die Sonne. So kann ein extrem heißes Mikroklima entstehen, das die Rose schwächen kann. Besondere Vorsicht ist auf Südbalkonen mit vielen Stunden Mittagssonne geboten. Mein Balkon ist Südostlage ist so einer - die Sonne scheint dort von 10 bis 15 Uhr. Ich wollte nicht ganz unten anfangen, daher habe ich für diese Ecke robuste Beetrosen gewählt. Kann funktionieren, muss aber nicht - ich werd's rausfinden. Es lohnt sich aber, beim Kauf schon nach der Hitzeverträglichkeit zu fragen.

7. Winterschutz


Im Winter kann der Frost Topfrosen von allen Seiten angreifen. Deshalb umwickelt man die Kübel mit Noppenfolie, Jute oder Kokosmatten, damit der Inhalt langsamer und schonender friert und wieder auftaut. Grundsätzlich vertragen Rosen Frost. Vorsicht aber an kalten Tagen mit schönem Wetter, so genanntem Kahlfrost. Hier verdunsten die Blätter Wasser, dass die Wurzeln nicht nachliefern können. Daher sollte man die Rosentriebe mit Vlies oder Tannenzweigen einpacken und die Ansatzstelle gut mit Erde bedecken. Zusätzlich in frostfreien Perioden gelegentlich gießen! Im letzten Jahr habe ich mir aus einer wintergeschützten Rose einen Tannenbaum gebastelt (Foto rechts). Im Jutesack mit Schleife, geschmückt mit Lichterkette und Christbaumkugeln und geschützt mit Tannenzweigen wird die Rose zum Outdoor-Weihnachtsbaum.

Im Winter rücke ich die Rosen an einen schattigeren Platz an der Hauswand. Im Frühjahr sollte der Winterschutz nicht zu früh runter. Die kräftige Sonne kann die Rosen während des Austriebs verbrennen oder die Triebe können durch zu große Temperaturunterschiede aufreißen.

8. Duft nicht vergessen!
Wer Rosen auf dem Balkon hält, muss sich auf wenige beschränken. Da sollte eine Rose schon das ganze Paket mitbringen. Und dazu gehört neben robust, öfterblühend, gesund und winterhart für mich unbedingt der Duft dazu! Stellt euch vor, ihr kommt morgens oder zum Feierabend auf den Balkon und der frische Rosenduft weht euch direkt in die Nase. Herrlich...

Tollen Rosenduft bekommt man insbesondere bei historischen Sorten wie Bourbon- oder Portlandrosen. Meine Jacques Cartier gehört zur letzteren Gruppe und hat nur ganz kleine zarte Stacheln.

Viel Spaß mit euren Rosen auf dem Balkon! Ich freue mich immer über weitere Erfahrungen und Berichte.

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Nützliche Links zum Weiterlesen

Hier gibt es eine komplette Liste der ADR-Rosen. Auch in den Katalogen der Züchter findet ihr Hinweise auf Auszeichnungen und Widerstandsfähigkeit gegen häufige Rosenkrankheiten wie Mehltau und Sternrußtau.

Die Autorin von rosenbalkon.de hat ihren Balkon in der gleichen Lage wie ich und berichtet über ihre Erfahrungen. Sehr spannend!

BR Querbeet: Zusammenfassung zur Sendung Rosenvielfalt auf dem Balkon mit Sortenempfehlungen



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    Frische Beeren auf dem Balkon

    Samstag, 9. April 2011

    Brombeere
    Fruchtige Aussichten: Frische Brombeeren vom Balkon


    Eine leckere Idee: Beeren im Topf auf dem Balkon anbauen. Nur mit welcher Sorte klappt es mit den frischen Früchten? Günstig Gärtnern hat mich mit ihrem Post über die Versuchungen von Pflanzenangeboten im Discounter nochmal daran erinnert, wie ich vor ein paar Wochen um die Beerensträucher geschlichen bin, die dort für 1,49 Euro im Angebot waren. Da gab es Himbeeren, Stachelbeeren, sogar Apfelbeeren (Aronia) und dornenlose Brombeeren.

    Vom Kauf abgehalten hat mich zum einen, dass die Sorten nicht ausgezeichnet waren und die "Sträucher" diesen Namen nicht wirklich verdient haben. Zwei kümmerliche Triebe, ca. 30 Zentimeter lang, trifft es besser, was ich gesehen habe. Das größte ist Problem aber ist, dass man nicht weiß, ob die Beeren dann wirklich lecker sind. Wer will schon einen Strauch hätscheln und wertvollen Platz verschwenden, dessen Früchte am Ende nicht mal schmecken?

    Dann habe ich angefangen zu überlegen, mit welchen Beeren ich am besten bedient bin. Himbeeren mag ich sehr gerne; und in eines meiner Lieblings-Dessert-Rezepte* kommen frische Himbeeren. Allerdings habe ich nur stachelige Himbeeren gesehen - auf dem engen Balkon ein Nachteil. Ich habe keine Lust, dass mir beim Hochbinden stachelige Ruten ins Gesicht klatschen - oder im Vorbeigehen meine Sachen ruinieren.

    Weitere Gründe, warum ich mir eine Brombeere zugelegt habe: Sie hat schöne gezahnte Blätter und bekommt eine hübsche Herbstfärbung. Im Wald habe ich sogar schon wintergrüne Brombeergestrüppe gesehen. Zum Glück kann das im Kübel nicht passieren... das mit dem Gestrüpp :) Damit ist sie rund um's Jahr recht hübsch anzusehen - ein wichtiges Kriterium, wenn der Platz fehlt, um abgeblühte oder unansehnliche Pflanzen zwischenzulagern.

    Brombeere Navaho auf meinem Balkon
    Meine neue Brombeere Navaho. Der sonnige Standort wird ihr gefallen.

    Die Früchte - schmeckt das dann auch?
    Bei der Lehr- und Versuchsanstaltung Gartenbau (LVG) aus Thüringen bin ich mit Sortenempfehlungen fündig geworden. Bei den Brombeeren gibt es einige dornenlose Sorten, die interessant sind. Die LVG empfiehlt "Loch Ness", "Navaho" und "Thornless Evergreen". Die als geschmacklich beste Brombeere gelobte Sorte "Theodor Reimers" ist leider bestachelt. Bei den Himbeeren scheint die dornenlose Züchtung noch nicht so weit gediehen zu sein.

    Die Wuchsform - strauchig oder hoch
    Ich habe im Gartencenter schließlich eine ein Meter große Navaho für 7,49 Euro erstanden. Die Navaho wächst nicht buschig, sondern säulenartig aus einem Haupttrieb. Sie macht jetzt schon viele Seitentriebe und man kann ihr beim Wachsen quasi zuschauen. Laut Etikett gibt es drei Möglichkeiten, diese Brombeere zu ziehen. An einem einzelnen Pfahl - sehr platzsparend - , am Gerüst oder zwischen zwei Pfählen.

    Wie man's macht, ist der Brombeere wohl egal, solange man nicht die Trag- und Jungruten verwechselt. Tragruten sind hier zweijährige Ruten. An ihnen erscheinen die Beeren. Jungruten sind neue Triebe des gleichen Jahres und tragen noch keine Früchte. Alte Tragruten schneidet man im Frühjahr ab - die neuen Tragruten sind dann die Jungruten des letzten Jahres. Beim Schneiden der Brombeere bleiben rund 10 Zentimeter der alten Rute stehen, damit die Brombeere wieder neu austreiben kann. Auch wenn einem die Brombeere förmlich über den Kopf wächst, darf man zur Schere greifen.

    * Himbeer-Dessert mit Amarettini: Schlagt Sahnequark mit Mineralwasser und Zucker nach Geschmack auf. Zerkrümelt Amarettini in einem Gefrierbeutel und zerdrückt frische Himbeeren mit der Gabel. Schichtet dann abwechselnd Himbeeren, Amarettini und Quark in ein Dessertglas. Mit frischen Himbeeren garnieren und gleich servieren! Wer dazu noch Mengenangaben braucht, findet hier ein ähnliches Rezept auf Chefkoch. Werde ich hoffentlich diesen Sommer mit Brombeeren testen! :)
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    Mein geheimer Gartentick

    Mittwoch, 6. April 2011
    Balkon Kübel rund vs. eckig
    Dorn im Auge: die Brombeere im runden Kübel
    Hier muss ich jetzt zugeben, dass ich einen Tick habe, der mir die Brombeere (obwohl stachellos) zu einem Dorn im Auge macht: Alle Töpfe auf dem Boden sind grau und eckig, und der Brombeertopf ist rund. Rund! Einer von denen, die es vor kurzem bei Penny gab, sie stehen teils immer noch im Laden. Toll mit Wasserspeicher und Abzug, supergünstig, aber eben rund! Ich habe das optische Problem offensichtlich unterschätzt. Und dazu nervt es mich, dass mich der runde Topf nervt. Das ist doch ganz schön kleinlich, oder?

    Für mich ist das eine der wichtigsten Lektionen beim Gärtnern: Es kann nicht alles perfekt sein. Man muss akzeptieren lernen, dass nicht alles wächst und klappt, wie man gerne hätte.

    Habt ihr auch solche Ticks? :)

    Luise
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    Balkon frühlingsfit machen

    Sonntag, 3. April 2011
    Oberbayern bekommt dieses Wochenende einen Schwung spanischer Luft mit bis zu 25 Grad ab. Dafür muss das Chaos weg! Samstag und Sonntag möchte ich doch bitte in der Sonne und ansprechender Umgebung frühstücken  können. Und gegrillt werden soll ja auch noch! Die Balkonmöbel hatte ich schon vor zwei Wochen ausgemottet und gestrichen - guter Schachzug, denn zwischen dem ganzen Gerümpel wäre überhaupt kein Platz dafür gewesen.


    Dreht hier RTL 2 mit den Mietnomaden?
    Säcke mit Blumenerde und Noppenfolie liegen in den Ecken, leere Plastiktöpfe stehen rum, im neuen Kübel für die Brombeere ist vertrockneter Tannenreisig zwischengelagert... Die Nachbarn müssen denken, dass Messies oder RTL 2-Mietnomaden meine Wohnung gekapert haben. Haben sie aber nicht, denn die Verwüstung hab ich ganz alleine hingekriegt. Für den spektakulären Effekt sorgen dabei noch 10 Meter Vlies, die sich im Wind bauschen. Wer es dann noch schafft, nicht auf die Kräuter letzten Jahres oder in die Rosenschere zu treten - herzlich willkommen auf meinem Balkon!

    Die Rosenpflanzaktion ist ebenfalls abgehakt und die wintergrauen Kästen sind mit Bellis, Hornveilchen und Primeln verschönert. Außerdem haben einige Zwiebeln des Schneestolz (Chionodoxa) die winterliche Staunässe überlebt und blühen jetzt. Ich hatte sie tatsächlich schon für tot erklärt.

    Am Samstag habe ich dann die letzten Winterleichen, Pflanzenschnitt und die vertrockneten Tannenzweige entsorgt, die Säcke mit Erde und Ton in den Keller tragen (lassen) und mich drangemacht, die Kübel anzuordnen. Auf meinen sechs Quadratmetern Balkon stehen derzeit: 1 Riesenkübel, 2 konische hohe Töpfe mit Rosen, 2 eckige Töpfe (1x mit überlebenden Zwiebeln, 1x noch unbepflanzt), 1 Brombeere, 1 unbepflanzter Topf für die Brombeere. Das, was alles am Geländer hängt, mal außen vor gelassen.

    Anordnung und Farbkonzept finden
    Grade bei kleinen Balkonen finde ich ein Konzept für Farben und Gefäße wichtig. Durch die klare Linie wirkt es gleich aufgeräumter und wird durch die einheitliche Farbe und (fast) einheitliche Form der grauen Gefäße unterstützt. Dazu gefallen mir der kleine Hängetopf und die schlichten Zinktöpfe (Ikea). Das Grau wiederholt sich nochmal in den Fliesen und das Weiß der Hängekästen passt zum Geländer.


    Die konischen Rosentöpfe, die unten recht schmal sind, habe ich auf die Vorsprünge am Geländer verteilt, um möglichst wenig Fußraum zu verschwenden. Da, wo der Vorsprung nicht ganz reicht, hilft ein Ziegelstein weiter. Ich mag außerdem den Look, das hat sowas ländlich-charmantes. Neben die Rosentöpfe kommt jeweils einer von den eckigen Töpfen. So ergibt sich eine Symmetrie: großer Rosenkübel, Geländerkasten, Rosentopf mit Begleittopf, Geländerkasten, Rosentopf mit Begleittopf. Jacques Cartier steht zwischen den beiden Balkonkästen am Geländer und soll da für Höhe und einen schönen Mittelpunkt sorgen.

    Voilà.

    Rosentopf mit den Topfrosen, Hängetopf und kleinere Töpfe aus Zink
    Jacques Cartier im konischen Zinktopf, noch durch Vlies beschattet

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    Die Rosen sind da!

    Samstag, 2. April 2011
    Vor kurzem ist meine Rosenlieferung von Kordes angekommen. Ich habe drei wurzelnackte Rosen für meinen Balkon bestellt und zeige heute, wie ich sie in Empfang nehme, pflanze und schneide. Larissa und Rosenfee sind zwei nostalgische rosa Beetrosen, die sich zusammen einen riesigen Kübel mit 100 Liter Erde teilen. Verstärkung bekommen sie dort später durch ein paar Stauden und Sommerblumen.

    Rosa Beetrose Larissa von Kordes für meinen Balkon
    Beetrose Larissa®, Züchter: W.Kordes' Söhne 2008. Foto: Kordes

    Rosa Beetrose Rosenfee von Kordes für einen Balkon
    Beetrose Rosenfee®, Züchter: W. Kordes' Söhne 2006. Foto: Kordes

    Historische Rosen gefallen mir besonders gut. Ich habe mich für eine Portlandrose entschieden: Jacques Cartier. Portlandrosen sind generell frosthart und robust. Ein unschlagbares Argument für historische Rosen ist aber der tolle Duft, den sie oft mitbringen. Jacques Cartier duftet, hat kaum Stacheln, ist öfterblühend und bleibt mit ca. 1 Meter Höhe auch recht kompakt - in der Theorie die perfekte Balkonrose. Ich werde hier natürlich in Zukunft genau berichten, wie sich diese Züchtung von 1868 im Balkongarten der Jetztzeit macht.

    Historische Rose Jacques Cartier, Züchter: Moreau-Robert 1868

    Gepflanzt habe ich meine neuen Rosen am letzten Wochenende. Und so schön wie auf den Fotos oben müssen sie natürlich erst noch werden. Die Rosen sind gut verpackt in einem großen Polsterumschlag angekommen und waren zusammengebunden. Nach der Ankunft hab ich die Rosen erst in einen Eimer gestellt und ihnen - nach meiner Dusche - ein Bad eingelassen, damit sie sich gut mit Wasser vollsaugen können.

    Ja, das gibt Sauerei in der Badewanne, muss aber eben sein, weil ich keine größeren Gefäße habe. Die Rosen hatten alle drei oder mehr Triebe und kräftige lange Wurzeln - so lang, dass ich sie schon deutlich einkürzen musste, damit sie überhaupt in den Kübel passen (danke für den Tipp an das MSG-Forum!). Man sieht auch deutlich die jeweiligen Veredlungsstellen, wo auf die Wildrose die Edelrose draufgepfropft worden ist. Genauso macht man's auch mit Obstbäumen.
    Wurzelnackte Rosen von Kordes bei der Anlieferung nach dem Auspacken
    Wurzelnackte Rosen
    Veredlungstelle


    Larissa wurzelnackt
    Rosenfee wurzelnackt


     Nachdem ich die Rosen gut gewässert habe, kann gepflanzt werden. Larissa und Rosenfee kommen zusammen in den Riesenkübel (100x40x45cm). Zur Drainage kommt eine Schicht Blähton auf den Boden. Damit ich später nicht mit Winterschutz hantieren und die Optik verschandeln muss, bringe ich die Luftpolsterfolie zur Isolation gleich von innen an. Klebeband hilft, die Folie beim Pflanzen zu fixieren, damit nicht alles verrutscht. Als nächstes kommt über den Ton und die Folie ein Vlies - hier kann man auf Frühbeet- oder Tomatenvlies zurückgreifen, das man im Frühjahr sogar bei Discountern für 2 oder 3 Euro erwerben kann. Das Vlies sorgt dafür, dass die Erde nicht zwischen den Ton rieselt und die Abschlüsse verstopft. So kann das Wasser immer gut abfließen.

    Kübel mit integriertem Winterschutz - einfach mit Noppenfolie auskleiden und Ton für die Drainage einlegen
    /

    Aus dem Gartencenter habe ich spezielle Kübelpflanzenerde geholt, die einen guten Wasserabzug haben und sehr strukturstabil sein soll. Die Erde hat tatsächlich eine tolle Konsistenz, sie ist sehr krümelig und locker, gar nicht so torfig schwarz und lässt das Wasser sehr gut raus.

    Nach dem Pflanzen habe ich die Rosen gleich noch geschnitten. Die Forsythien blühen, daher ist der Zeitpunkt perfekt! Bei der Larissa habe ich einige Triebe entfernt, damit die Rose etwas luftiger wachsen kann und genug Platz hat. In der Hitze vor der Trennwand muss ich wegen Pilzkrankheiten aufpassen. Ich bin sowieso nicht sicher, ob es den Rosen dort zu heiß wird (Sonne von morgens bis ca. 15 Uhr, vor der weißen Wand...). Das kann funktionieren, muss aber nicht...  ich werd's rausfinden! Also hier noch der Rosenschnitt bei der Beetrose Larissa, runtergeschnitten auf 4 starke Triebe.
    Rosenschnitt Beetrose Larissa vorher
    Larissa ungeschnitten

    Rosenschnitt Beetrose Larissa nachher
    Larissa nach dem Schnitt

    Die neuen Rosen habe ich mit Erde angehäufelt, damit sie gegen die aggressive Sonne und Verdunstung geschützt sind und zusätzlich mit etwas Tannenreisig beschattet. Jacques Cartier hat übrigens einen eigenen Topf bekommen. Er wohnt in einem hohen Zinkeimer und war am besten zu schneiden. Der Jacques hat nämlich nur ganz ganz kleine zarte Stacheln... Mehr von ihm und den zwei anderen demnächst.

    3 Wochen später: So haben sich meine neuen Balkonrosen entwickelt... Hier weiterlesen.
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