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Monsterpflanzen im Tierpark

Dienstag, 27. Oktober 2015
Tierpark Hellabrunn / privat

Kennt ihr dieses unheimliche Gefühl, wenn ihr im Urlaub plötzlich eine monstergroße Pflanze entdeckt, die euch irgendwie bekannt vorkommt, aber nur in viel kleiner aus dem Blumentopf? Und dann schluckt: Oh, SO groß können die also werden! Dieses Erlebnis hatte ich kürzlich wieder - allerdings nicht im Urlaub, sondern im Zoo! In der Dschungelwelt von Hellabrunn sind nämlich die Pflanzen die heimlichen Stars. 

Im Glaszelt ist die Luft heiß und feucht, tropische Vögel fliegen frei herum und zwitschern in unbekannten Tonlagen, aber ich als Pflanzenfreund bestaune das mannshohe Einblatt (Spathiphyllum), das zusammen mit der Efeutute um einen künstlichen Wasserfall wächst. Oder die malerisch-herbstlichen Blätter, die aber einfach zu einer bunten Pflanze gehören, deren Namen ich jetzt verdrängt habe.

Merke: Viele unserer Zimmerpflanzen sind in ihrer Heimat gar nicht klein und fensterbanktauglich. Sponsoren für meinen persönlichen Dschungel-Wintergarten werden noch gesucht.
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#Lustwandeln gewinnt Virenschleuderpreis auf der Buchmesse

Samstag, 17. Oktober 2015

Tolle Nachrichten von der Frankfuerter Buchmesse! Der wunderschöne Hashtag-Spaziergang durch den Nymphenburger Schlosspark, bei dem ich im Frühjahr dabei war, hat was gewonnen! Die Jury des Virenschleuderpreises für "ansteckendes Marketing aus Kultur und Medien" hat #Lustwandeln die Auszeichnung in der Kategorie "Kampagne" verliehen.

Tanja Praske von der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung freut sich zu Recht! Die Kampagne hat 3167 Tweets generiert und eine geschätzte Reichweite von über drei Millionen Kontakten erzielt.


Mein Storify zum #Lustwandeln lest ihr hier nach. 

Virenschleuder-Preisverleihung 2014 / Bayerische Schlösserverwaltung
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Notizen vom letzten Sonntag

Samstag, 25. April 2015
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Zeit zum Rosen Schneiden

Donnerstag, 9. April 2015

Gestern beim Spaziergang ist es mir aufgefallen: Die Forsythie blüht wieder! Das heißt für alle Rosenbesitzer, dass jetzt die Zeit zum Schneiden gekommen ist. Wer noch nicht gedüngt hat, kann jetzt außerdem noch Kraft für eine schöne Blüte zuführen.

Ich hab aus logistischen Gründen ein bisschen früher geschnitten und alle Rosen, inklusive Jacques in seiner neuen Gartenheimat, treiben schon durch. Zum Düngen hab ich dieses Jahr Balkonblumen-Düngestäbchen verteilt, die ich noch übrig hatte und die drei Monate halten sollen. Ich bin gespannt, wie die bei den Rosen ankommen.
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Magazinvorstellung "Frisch auf den Tisch" - mit kostenloser Leseprobe

Samstag, 28. März 2015

Gärtnern ist Geschmackssache. Besonders für alle, die eigenes Gemüse anbauen. Darum dreht sich das neue Magazin "Frisch auf den Tisch", bei dem meine Bloggerkollegin, die Gärtnerin von "Der kleineHorrorgarten", das Heft als Chefredakteurin bewirtschaftet. Wie für mein Lieblingsmagazin Flow kommt auch das Konzept für "Frisch auf den Tisch" aus den Niederlanden, was ich zunächst als Vorschusslorbeeren verbuche.

Zu deren Zubereitung finden sich keine Hinweise im Heft, wohl aber für gedünsteten Mangold auf Sauerteigbrot. Das Rezept macht gleich Hunger, während ich auf der Nachbarseite lese ich über den einfachen Anbau und die dekorativen Aspekte der Mangoldpflanze lese. Mit Stielen in Rot, Gelb oder bunt ist der Mangold sogar oft in Zierbeeten wie im Hamburger Planten und Bloomen zu finden - und würde meinen Hinterhof optisch bestimmt aufwerten.
Eine andere Geschichte stellt eine Gruppe holländischer Jungs vor, die gemeinsam einen großen Nutzgarten bewirtschaften. Hier hätte ich gerne mehr erfahren - was treibt diese Leute an, was haben sie für Hauptberufe, warum klöppeln sie ihr Gewächshaus mühevoll selbst zusammen und wieso bauen sie Knollenziest an, ohne zu wissen, was das überhaupt ist? Ein wenig kommt es mir so vor, als wollten die selbstversorgenden Nachbarn ihre Geheimnisse gar nicht teilen, und auch in Sachen Knollenziest bin ich nicht schlauer.
Viel näher komme ich als Leser/in der "englischen Gartenlady" Alys Fowley. Ein vollsaftiges Interview  mit tollen Fotos der früheren Moderatorin einer BBC-Gartensendung. Der Interviewer trifft die Fragen auf den Punkt und Alys gibt sehr persönliche und konkrete Antworten, die eindeutig erkennen lassen: Diese Frau macht, was ihr Freude bereitet, aus genau diesem Grund. Eine tolle, fundierte Geschichte, die ein gutes Gefühl hinterlässt.
Ich blättere weiter über sinnvolle Tipps zum Gärtnern in der Stadt, zum Beispiel, wie ich Pflanzen dünge, ich irgendwann essen möchte, über Anjas Taubenhass-Kolumne, die bei mir offene Türen einrennt. Tauben! Fangen wir lieber gar nicht damit an, ich bin froh, wenn ich nach der Heimreise aus dem letzten Wochenende, das den Tauben zwei Tage sturmfrei beschert hat, keine Taubeneier finde. Eine besonders schöne Idee ist in diesem Zusammenhang das Rezept für die "Falsche Taube" mit geschnitzten Knöchelchen aus Pastinaken.
Auch die vegetarische Rezeptecke liefert schöne Anregungen. Ich muss unbedingt mal wieder Müsli/Granola selbstmachen und der Erdbeer-Knusper-Kuchen sieht fantastisch aus, ebenso wie der Portobello-Burger. Ich bekomme schon wieder Hunger...
Die Verquickung von Gärtnern und Appetit zieht sich so wie ein roter Faden durch das ganze Heft.. Mich hat "Frisch auf den Tisch" in jedem Fall ermuntert, mehr Gemüse für den Eigenbedarf anzubauen. Bauchentscheidung und eine volle Empfehlung für dieses appetitliche Magazin.
Wenn ihr jetzt selbst in das neue Magazin reinschauen wollt, geht es hier zur kostenlosen Leseprobe von Frisch auf den Tisch.

Wie hat euch diese Magazinvorstellung gefallen? Mögt ihr sowas öfter lesen?
 

 
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Love is in the Air

Sonntag, 8. März 2015
Im letzten Jahr habe ich den Balkon gewechselt und gärtnere nun auf einem kleinen Balkon in der Münchner Innenstadt. Dabei mache ich nun Bekanntschaft mit einem Thema, das ich gar nicht auf der Rechnung hatte: TAUBEN.


Es ist März, und die Turteltäubchen sind in Hochstimmung. Gurrend und flatternd inspizieren sie ihre Umgebung auf der Suche nach den besten Plätzen für den Nestbau. Ein Pärchen ist dabei auf die Idee verfallen, dass man unter unserem Regalbrett doch vorzüglich nisten könnte. Ein Gedanke, der jeden Vermieter im Dreieck springen lässt und auch für Mieter nicht viel angenehmer ist.

Ratten der Lüfte heißen die Viecher nicht umsonst. Auf dem Fensterbrett konnte ich selbst feststellen: Sie kacken alles voll. Stadttauben sind keine netten Vögel, sondern eher eine Plage, und übertragen auch etliche Krankheiten, zum Beispiel Salmonellen oder die Papageienkrankheit. Nein danke!

Während beim Taubenpaar Love is in the Air angesagt war, denke ich, mit dem Stecken in der Hand, eher an 50 Shades of Grey. Gefuchtel mit einem Stock ist übrigens keine sehr effektive Möglichkeiten, Tauben fernzuhalten, wie schnell merke, denn Reichweite der Maßnahme ist gleich Stocklänge.

Also weg von den Symptomen hin zur Ursachenbekämpfung. Den Tauben den Hohlraum zu versperren sollte die Lösung sein. Zwischen Blumentöpfe und Regale gestopfte Kissen sind dabei, wie sich herausstellt, leider kein Hindernis für liebestolle Tauben. Sogar durch stachelige Rosenbüsche zwängen sie sich, um im Eimer mit der Blumenerde hockend nach der Liebsten zu gackern.

Um die Tauben besser zu verjagen, muss als erstes mehr Reichweite her. Das neue Flugabwehr-Geschütz der Wahl ist die Wasserpistole der Kollegin. Damit lassen sich die Tauben auch gegenüber am Treppenhaus und auf den Nachbarbalkonen attackieren, ohne sie zu verletzen - das wäre nach Tierschutzgesetz ohne Lizenz natürlich verboten. Und Pech für die Tauben: Es macht viel mehr Spaß als Fuchteln und Schimpfen.

Gleichzeitig wird der Balkon für Tauben so ungemütlich wie nur möglich gestaltet - das heißt keine "Höhlen" oder überdachten Verstecke. Netter Nebeneffekt: Das ganze winterliche Gerümpel ist runter und der Balkon sieht für menschliche Nutzer gleich viel einladender aus. Die Tauben finden sicher bald ein anderes Liebesnest....

Welche Tipps habt ihr, um Tauben vom Balkon fernzuhalten?










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Das wird meine neue Rose

Freitag, 20. Februar 2015
Rosa Celine Forestier 2

Da Jacques Cartier mich leider verlassen muss (warum, erkläre ich im letzten Post), habe ich mich im Netz nach einer neuen Rose umgetan, die mit den heißen Bedingungen auf meinem Balkon hoffentlich etwas  besser zurechtkommt. Meine Überlegung geht in Richtung der Rosen, die für unsere Breitengerade ein wenig zu empfindlich sind und mehr Sonne vertragen bzw. sogar brauchen.

Vorab: Ich weiß nicht, ob ich mit der Hypothese richtig liege, das wird sich dann nach dem nächsten Winter zeigen. Umgetan habe ich mich im Feld der historischen Rosen, genauer bei Noisette- und Teerosen. Mein Farbwunsch war dieses Mal Gelb und es sollte eher eine Kletterrose sein. Folgende Rosen hatte ich in der engeren Auswahl:

Climbing Lady Hillingdon, eine alte Teerose
Gloire de Dijon, ein echter Klassiker
Mme Bérard, eine Tochter von Gloire de Dijon
Crépuscule, eine Noisetterose mit wunderschönen Farbverläufen
The Pilgrim und Crown Princess Margaretha, zwei moderne englische Rosen des Züchters Austin

Lady Hillingdon und Crépuscule sind aufgrund der Blütenform rausgeflogen. Auf Bildern von größeren Pflanzen sehen die weiter geöffneten Blüten regelmäßig etwas zerrupft aus. Gloire de Dijon und Mme Bérard vertragen wohl auch etwas Halbschatten, was mich an der Hitzeverträglichkeit zweifeln lässt. Gleiches gilt für die Engländerinnen, also blieb ich bei dieser Noisetterose hängen, die sich laut Internetberichten mit viel Sonne, zum Beispiel in Kalifornien, recht wohlfühlt.

München ist nicht Kalifornien.
München ist natürlich nicht Kalifornien. Wir haben mit kälteren Wintern zu rechnen, was sich in Winterhärtezonen ausdrücken lässt. In welcher Winterhärtezone man wohnt, lässt sich hinter dem Link nachvollziehen. München ist zum Beispiel die Zone 7a und damit im Winter etwas wärmer als das Umland. Die Zone kann sich allerdings je nach Mikroklima nochmals deutlich unterscheiden, und das ist der Effekt, auf den ich mit meinem geschützten Südbalkon an der Hauswand rechne. Im genaueren als wärmender Effekt.

Aus diesem Grund wird meine neue Rose eine Noisette-Kletterrose mit dem schönen Namen Céline Forestier.

UPDATE: Aus dem schönen Rosentraum wurde nichts. Celine war weder im Frühjahr noch im Sommer lieferbar und ich habe bislang keine neue Idee für eine Kletterrose.

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Das Rosenjahr 2014 war schwierig

Donnerstag, 29. Januar 2015
Typisch für Spinnmilben sind krümelige
Beläge. Wenn Gespinste zu sehen sind,
ist der Befall schon stark.
Vielleicht habt ihr mitbekommen, dass ich im letzten Jahr in eine neue Wohnung mit einem neuen Balkon umgezogen bin. Die Wohnung ist deutlich größer und schöner, der Balkon ist dagegen leider etwas kleiner ausgefallen als der letzte.

Das Mikroklima hält Herausforderungen bereit: Südseite Innenhof. Das heißt pralle Sonne von ca. 11 bis 15 Uhr - was für viele Rosen in Ordnung ist - aber zusätzlich kaum Wind und noch überdacht. Mit der fehlenden Belüftung fangen die Probleme an: Mehltau, Schädlinge... vor allem mit Spinnmilben hatte ich im letzten Jahr zu tun. Und besonders hatte Jacques Cartier darunter zu leiden.

Bei den Portlandrosen, wie Jacques eine ist, zeigt schon das matte, heller grüne Laub, dass sie nicht die größten Sonnenanbeter der Gattung Rosa sind. Je kleiner und glänzender die Blätter sind, umso besser kommt die Rose meist mit Sonne zurecht. Entsprechend hat sich die Rosenstadt Freising auch leichter getan als Jacques, der im letzten Jahr nur zweimal und für seine Verhältnisse recht kleinblütig erblühte.

Während der heißen Tage im Sommer haben sich die Spinnmilben richtig gut vermehren und von Jacques auch andere Pflanzen erobern können. Ich musste ein paar Mal Spruzit einsetzen, weil ich Angst hatte, die Rose sonst komplett zu verlieren.

Die Standortproblematik lässt sich allerdings weder wegdiskutieren noch wegsprühen. Da ich daran nun mal nichts verändern kann, habe ich entschieden, dass Jacques ausziehen muss. Im Frühjahr wird er entweder zu einem lieben Bekannten auf die riesige Dachterrasse umziehen oder bei meiner Mutter im Garten ausgepflanzt. Dort im lehmigen Boden, wo immer ein frischer Wind weht, würde er sich bestimmt wieder aufrappeln.


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