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Warum ich den Herbst aus grundsätzlichen Erwägungen ablehne

Freitag, 28. Oktober 2016


"Der Herbst ist der Frühling des Winters." - Henri de Toulouse-Lautrec
Im Herbst kann man Blogposts schreiben und heiße Schokolade trinken. Bunte Blätter wirbeln sehen. Den Back-to-school-Vibe genießen. Ohne schlechtes Gewissen daheimbleiben und Netflix gucken. Man muss ja irgendwie das Beste draus machen, dass in der Natur das große Sterben und Verwesen einsetzt.

Ihr merkt, ich bin nicht der größte Fan des Herbstes. Ich zögere es möglichst lange raus, die Heizung aufzudrehen und die Federbetten auszupacken, weil ich mich insgeheim nicht damit abfinden will, dass der Sommer vorbei ist. Bis Weihnachten ist das Ganze auch noch in Ordnung. In München ist es noch nicht klirrend kalt, Kürbisse und Lichterdeko sind schön anzuschauen... Aber was danach kommt, ist nur noch traurig. Ein Grund, von Januar bis März auszuwandern. Vielleicht gelingt es mir diesmal.

Mein Balkonpflanzen verstehen meine Gefühle, deshalb erfreuen sie mich, wahrscheinlich auch in Todesangst, immer noch mit vielen Blüten. Das weiße Lidl-Rosenstämmchen steht immer noch in voller Blüte und nun ist auch die Chrysantheme voll aufgegangen, die aus dem letzten Herbst im Balkonkasten überlebt hat. Ein paar bunte Akzente kommen auch noch von Zauberglöckchen und Lobelie, die sich vom sommerlichen Brutkasten nun erholt haben.

oben weißes Rosenstämmchen und orangefarbene Chrysantheme,
unten links Zauberglöckchen und unten rechts die Mailland-Rose


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Mme. Bérard berappelt sich

Dienstag, 6. September 2016

Seit dem Frühjahr besitze ich eine Mme. Bérard, eine kletternde französische Teerose aus dem Jahr 1872.

Nachdem ich sie zuerst fast ertränkt hatte - das Feuchtbiotop im Topf musste ich durch Anbohren und viele Lappen und Tücher trockenlegen - hat sie sich jetzt wirklich gut gefangen und treibt sogar neue Zweige und Blüten.

Und die sind wirklich ein Traum in Crème-Orange, ähnlich ihrer "Mutter" Gloire de Dijon.

Eine Hoffnung hat die Mme. Bérard auch jetzt schon erfüllt: Die Spinnmilben lieben sie weniger als meine anderen Rosen und sie scheint mit der Hitze auf dem Balkon bislang gut zurechtzukommen.

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Eindringlinge auf dem Balkon

Mittwoch, 24. August 2016

"Serendipity" heißt das schöne englische Wort dafür, etwas zu finden, das mag nie gesucht hatte. Das trifft auch auf mein Arrangement des Rosenstämmchens zu.

Das "Rosenstämmchen Gelb"-Schnäppchen vom Lidl blüht sehr ausdauernd - mit hübschen weißen Röschen - und trotzt auch den unbezwingbaren Spinnmilben.

Gelb kam jetzt trotzdem dazu. Ich schätze, die Vögel haben hier Gärtner gespielt. Gut getroffen, die Sonnenblume ist jetzt aufgegangen.

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Warum ich Ende Februar schon Rosen schneide

Sonntag, 28. Februar 2016

Heute ist der 28. Februar und ich habe meine Balkonrosen komplett geschnitten. Eigentlich bin ich dafür viel zu früh dran, denn normalerweise wartet man mindestens bis zur Forsythienblüte. "Wer zu früh schneidet, schneidet zweimal", geht eine alte Gärtnerweisheit.

Allerdings: Das Wüstenklima auf meinem Balkon hat mit einem normalen Garten und normalen Umständen nicht mehr viel zu tun. Der Balkon ist aufgrund der südlichen Lage im Innenhof dermaßen warm, dass...
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5 Balkonpflanzen für den Frühling, die leichten Frost vertragen

Freitag, 26. Februar 2016



Ab wann darf man nochmal Balkonpflanzen kaufen? Der erste Hauch von Frühling liegt in der Luft und es juckt in den Fingern, am besten sofort den Balkon zu bepflanzen. Aber war da nicht was mit Eisheiligen? Und sind die nicht erst im Mai? Keine Sorge, es gibt einige Sorten, mit denen ihr ab März starten könnt.
5 frostharte Balkonpflanzen für den Frühling

Ich habe für euch 5 Frühlingspflanzen für den Balkonkasten zusammengestellt, die relativ winterfest sind und leichten Frost überstehen. Mit dieser Auswahl könnt ihr euch schon im zeitigen Frühjahr an einer bunten Blütenpracht erfreuen.
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Blüten im Januar

Donnerstag, 28. Januar 2016
Herbstbepflanzung im Balkonkasten mit Hornveilchen,
Thymian und Lampenputzergras

Meine Herbstbepflanzung entschädigt mich jetzt im Winter für das Pech, das ich mit meinem Sommerblumen hatte. Selbst die strengen Frostnächte hat das furchtlos blühende Hornveilchen überstanden.

Ich mag diesen Winter, weil die Natur nicht so völlig tot und abgestorben scheint. Die Wiesen waren nach Weihnachten noch grün, morgens zwitschern auch im Januar ein paar Vögel und hier und da schauen ein paar frische grüne Blätter aus der Erde. Für mich kann der Frühling gar nicht früh genug kommen!



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Spinnmilben sind Spielverderber

Montag, 25. Januar 2016
MenschÄrgereDichNicht
von Startaq (Eigenes Werk) GFDL oder  CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0 via Wikimedia Commons

Diesen Sommer habe ich recht wenig geschrieben, weil mein Balkongarten tatsächlich mehr Verdruss als Spaß ausgelöst hat. Die Spinnmilben haben sich wieder rasant vermehrt und nicht nur die Rosen, auch die Prunkwinde und alle anderen Pflanzen befallen. Die hellblaue Prunkwinde hatte ich selbst aus Samen gezogen, die ein tolles Wachstum hingelegt haben.

Als diese Schlingpflanze dann eine die schmale Seite des Balkons überspannende, stattliche Größe erreicht hatte, kam der Befall. Mit Wasser/Öl/Spüli-Gemisch einnebeln, später auch mit harter Chemie sprühen hat beides nichts gebracht. Mir blieb dann nur noch übrig, die Prunkwinde komplett abzuschneiden. Wer möchte schon eine Tierchenkolonie über der Kaffeetasse baumeln haben?

Das Gemeine an den Spinnmilben: Ich kann nur an den Symptomen herumdoktern, nicht aber an der Ursache. Die Spinnmilben feiern nämlich deshalb bei mir Party, weil auf meinem Südbalkon einfach das perfekte Mikroklima mit trocken-heißer Luft und viel Sonneneinstrahlung herrscht.

Meine Rose Jacques Cartier ist als Spinnmilben-Mutterschiff ja bereits im letzten Jahr in den elterlichen Garten umgezogen, wo er hervorragend eingewachsen ist - von Spinnmilben natürlich keine Spur mehr. Vielleicht muss ich in diesem Jahr als letztes Mittel meine letzten Rosen loswerden...

Könnt ihr Balkonpflanzen empfehlen, die es heiß und trocken mögen?
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Zusammenrücken!

Sonntag, 24. Januar 2016

Balkonpflanzen bei Frost müssen zusammenrücken. Vor den letzten kalten Nächten habe ich eine Topfrose aus dem Innenhof auf den Balkon hochgeholt. Die Töpfe gruppiert ihr dicht zusammen vor einer Wand oder - noch besser, vor einer Glastür. Durch die Wärmeabstrahlung des Hauses haben es die Pflanzen gleich ein paar Grad wärmer.

Am besten wickelt man die Töpfe (nicht die Pflanzen, die würden ersticken!) zusätzlich in Luftpolsterfolie. Da es nächste Woche aber wieder 10 Grad plus haben soll, werde ich mir das zunächst mal sparen...

Habt ihr schon Winterschutz in Stellung gebracht?

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