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Warum ich den Herbst aus grundsätzlichen Erwägungen ablehne

Freitag, 28. Oktober 2016


"Der Herbst ist der Frühling des Winters." - Henri de Toulouse-Lautrec
Im Herbst kann man Blogposts schreiben und heiße Schokolade trinken. Bunte Blätter wirbeln sehen. Den Back-to-school-Vibe genießen. Ohne schlechtes Gewissen daheimbleiben und Netflix gucken. Man muss ja irgendwie das Beste draus machen, dass in der Natur das große Sterben und Verwesen einsetzt.

Ihr merkt, ich bin nicht der größte Fan des Herbstes. Ich zögere es möglichst lange raus, die Heizung aufzudrehen und die Federbetten auszupacken, weil ich mich insgeheim nicht damit abfinden will, dass der Sommer vorbei ist. Bis Weihnachten ist das Ganze auch noch in Ordnung. In München ist es noch nicht klirrend kalt, Kürbisse und Lichterdeko sind schön anzuschauen... Aber was danach kommt, ist nur noch traurig. Ein Grund, von Januar bis März auszuwandern. Vielleicht gelingt es mir diesmal.

Mein Balkonpflanzen verstehen meine Gefühle, deshalb erfreuen sie mich, wahrscheinlich auch in Todesangst, immer noch mit vielen Blüten. Das weiße Lidl-Rosenstämmchen steht immer noch in voller Blüte und nun ist auch die Chrysantheme voll aufgegangen, die aus dem letzten Herbst im Balkonkasten überlebt hat. Ein paar bunte Akzente kommen auch noch von Zauberglöckchen und Lobelie, die sich vom sommerlichen Brutkasten nun erholt haben.

oben weißes Rosenstämmchen und orangefarbene Chrysantheme,
unten links Zauberglöckchen und unten rechts die Mailland-Rose


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